19. Oktober 2022

Neben Strom sind auch Wärme und Kälte elementare Bestandteile unserer Energieversorgung.  Die Wärmewende ist Teil der Energiewende - im aktuellen Newsletter „Neues aus der angewandten Energieforschung“ liegt darauf der Schwerpunkt. Einige Technologien erzeugen jedoch beides: Sowohl Wärme als auch Strom.

 

Biogas etwa kann eingesetzt werden, um Strom und Wärme zu produzieren. Im Saarland bauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell eine Reststoff-Biogasanlage, die mit festen Stoffen wie etwa Ernteabfällen oder Mist mit hohem Strohanteil arbeiten soll. Für ländlich gelegene Kleinanlagen ist das eine sinnvolle Lösung. Jedoch ist es aktuell nur wirtschaftlich, solche Anlagen mit Gülle zu betreiben. Feststoffe zu vergären kostet bisher noch über 20 Cent pro Kilowattstunde. Das soll das Forschungsprojekt FeBio mit der neuen Anlage nun ändern. Ab 2023 soll sie circa 640.000 Kilowattstunden Strom und Wärme erzeugen.

Eine Lösung für den Umgang mit Strom und auch Wärme bietet auch ein neuartiger Hybridspeicher, der zurzeit in Gießen entsteht. Ein ganzes Neubauquartier kann durch diesen Speicher das Stromnetz der Umgebung stabilisieren: Gespeicherte Energie kann als Wärme entnommen oder in Strom umgewandelt werden, je nach Bedarf. (mb)

Newsletter „Neues aus der angewandten Energieforschung“

Der Newsletter erscheint einmal pro Monat und informiert rund um die Förderaktivitäten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). In ihm erfahren Sie unter anderem von neuen Förderaufrufen und -bekanntmachungen. Lassen Sie sich von aktuellen Ergebnissen und Ideen der Förderprojekte inspirieren.

Das sind die Themen: Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Energiespeicher, Stromnetze, Sektorkopplung, Wasserstoff, Systemanalyse, energieoptimierte Gebäude und Quartiere, Strom aus erneuerbaren Energien sowie thermische Kraftwerke.